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10. November 2022: Antrag der SPD-Fraktion zur 7. öffentlichen Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses der Stadt Moringen

Der Stadtrat der Stadt Moringen beschließt:

1. Die Bürgermeisterin wird beauftragt, einen Planungsentwurf mit einer Grobkostenschätzung bis zur nächsten Haushaltsplanung 2024 vorzulegen sowie einen Standort für eine Schulsporthalle/Stadthalle/ Mehrzweckhalle abzustimmen. Für Planung etc. sind Haushaltsmittel in der erforderlichen Höhe im Haushaltsplan 2023 bereitzustellen.

2. Die Bürgermeisterin wird beauftragt bis Ende September 2023 (Haushaltsplanung 2024) alle notwendigen Voraussetzungen für die Sondierung von Fördermitteln zum Neubau einer Schulsporthalle/Stadthalle/Mehrzweckhalle zu schaffen.

3. Die Bürgermeisterin erstattet dem Stadtrat in einer der nächsten Sitzungen, spätestens im Frühjahr 2023 Bericht, wie weit der Sachstand zu einem Planungsentwurf und eine Kostenschätzung sind. Dazu ist der Sachstand zur Beantragung eines Fördermittelantrags mitzuteilen.

Begründung:

Seit vielen Jahren befindet sich die Schulsporthalle in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Insbesondere ist die Tragwerkskonstruktion (u.a. auch gerissenen Gasbetonsteine) sanierungsbedürftig und die sanitären Anlagen sowie Geräteräume genügen schon lange nicht mehr modernen Anforderungen an den Schul- und Vereinssport. Ebenso entspricht die Sporthalle keinerlei heutigen energetischen Ansprüchen und die Heizungsanlage ist in die Jahre gekommen.

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Moringen hat in seiner Sitzung am 09.11.2020 beschlossen, einen Wirtschaftlichkeitsvergleich zwischen Neubau und Sanierung der Sporthalle der Löwenzahnschule bei dem Büro BMP aus Göttingen zu beauftragen.

Der Schulausschuss (15.04.2021) und der Verwaltungsausschuss (21.06.2021) haben von dem Wirtschaftlichkeitsvergleich Kenntnis genommen (Vorlage - 2016-2021/900). Dabei hat das Büro BMP einen Kostenvergleich zwischen einer Komplettsanierung der bestehenden Sporthalle einschließlich der Nebenräume mit einem Neubau an gleicher Stelle und gleicher Größe (wegen der Vergleichbarkeit) angestellt.

Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass für die Sanierung des Bestandsgebäudes ca. 3,7 Mio. Euro und für den Neubau ca. 4,0 Mio. Euro einkalkuliert werden müssten.

Alternativ hat das Büro BMP die Kosten für einen Neubau einer 2-Feld Sporthalle mit Gymnastikraum und Nebenräumen berechnet. Hierfür wären etwa Mittel in Höhe von ca. 4,8 Mio. Euro aufzuwenden.

Die gleiche Sachstandsbeschreibung trifft auf die Stadthalle zu. Im Rahmen der möglichen Umsetzung von Maßnahmen zum Programm „Integriertes Energetisches Quartierskonzept wurden ebenso erhebliche Investitionen in die Grundsanierung und die energetische Sanierung der Stadthalle festgestellt.

Deshalb wäre es sinnvoll, dass eine Prüfung zur Einbindung beider Hallen in ein Konzept für eine Mehrzweckhalle und alternativ ein Konzept für eine Schulsporthalle und eine Stadthalle umgesetzt wird. Dabei könnten Synergieeffekte für beide Hallenarten zusammengefasst werden oder durch Nutzung beider Hallen optimiert werden. In die alternative Prüfung bei der Mehrzweckhalle könnte der Stadthallenstandort im Innenstadtbereich zur Wohnbebauung und Refinanzierung genutzt werden.

Es muss bei der Prüfung der Alternativen auch die derzeitige Benutzung der Räumlichkeiten durch die Nutzer und deren Bedarfe berücksichtigt werden.

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